Wie Brausepulver im Bauch



von Christine Fehér


Der 217-Seitige Jugendroman 'Wie Brausepulver im Bauch' von Christine Fehér ist 2017 im cbt Verlag erschienen.

Das Buch handelt von Frieda und Anselm, der von allen nur Amsel genannt wird. Frieda bekommt eine fünf in Mathe, Anselm ist der Beste bei dieser Arbeit. In der nächsten Stunde ist Sport. In diesem Fach ist Frieda deutlich besser als Anselm. Sie nennt ihn Nerd nennt, er gib an mit seiner eins. Später bereuen beide was sie gesagt haben. Beiden geht das Gesicht des anderen nicht mehr aus dem Kopf. Wegen der fünf in Mathe nimmt Frieda Nachhilfe. Sie erzählt ihrer neuen Nachhilfelehrerin Pia von Anselm. Pia meint, sie sei verliebt. Auch Amsel spürt ein Gefühl, das beide wie Brausepulver im Bauch beschreiben. Am nächsten Tag kommt dann eine Übung für die Fahrradprüfung, welche in der kommenden Woche startfinden soll. Anselm ist ein reichlich untalentierter Radfahrer, daher möchte er im Park üben. Dabei trifft er Frieda, die ihm hilft. Sie verstehen sich gut und als sie fertig sind, nimmt Amsel sie mit nach Hause, wo sie dann gemeinsam Anselms Bartagamen füttern und beobachten. Anselms Geburtstagfeier steht an, die große Klassenfahrt und noch viele weitere lustige Ereignisse, bei denen sich die beiden näher kommen…
Die Autorin lässt die Protagonisten abwechselnd aus ihrer Sicht erzählen. Jedes Kapitel beginnt mit einem Bild von Frieda oder Anselm, damit der Leser gleich eine Orientierung hat, aus welcher Sicht gerade erzählt wird. Jedes Kapitel ist mit einer großzügigen Überschrift versehen, die zu Inhalten hinleitet, z. B: 'Warum ich Elias eine schwache Blase wünsche und warum ich bei der Radfahrprüfung kaum aufsteigen kann.' Grau unterlegte SMS – Nachrichten ergänzen die Geschichte. Kleine Illustrationen spiegeln in Bildern wieder, was der Text schon sagt oder ergänzen diesen sinnvoll.

Fazit:

Eine heitere, leichte, humorvolle Geschichte, die auch traurige Facetten sprachlich sehr ansprechend vermittelt. Mit einer klaren Sprache erreicht die Autorin die Kinder und Jugendlichen sehr gut. Sie findet Anknüpfungspunkte an die Erfahrungs- und Lebenswelt der Jugend. Inhaltlich eignet sich das Buch klar für Jungs und Mädchen, auch das gelbe Cover ist geschlechterneutral. Was tatsächlich schade ist, sind die Illustrationen auf den Innenseiten des Covers. Sie sind ganz zart und sehr schön, aber Blümchen, Gräser, Frösche und ein Vogel in einem Pünktchenmuster eingebettet lässt Jungs das Buch wohl eher wieder zu schlagen, als anfangen zu lesen. Besonders bedauerlich ist dies, weil es immer weniger gute Jugendromane für beide Geschlechter oder Jungs jenseits von Fantasy zu geben scheint und hier eindeutig einer vorliegt.

Meine Kinder haben das Buch an je einem Tag am Wochenende durchgelesen und sind begeistert.

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